BiographieDer am 3. Februar 1736 in Klosterneuburg geborene Johann Georg Albrechtsberger zählte zu den führenden musikalischen Gestalten im Wiener Musikleben. Er war einer der bekanntesten Organisten, Komponisten und Kontrapunktlehrer seiner Zeit.
Wie seinem älteren Bruder Anton Johann wurde auch Johann Georg schon früh eine musikalische Förderung durch seine Eltern zuteil. Als Sängerknabe im Stift von Klosterneuburg erhielt er ersten Orgelunterricht, später ging er auf das Stiftgymnasium Melk und studierte anschließend am Jesuitenkolleg in Raab (Ungarn). Es folgten Anstellungen als Organist in Maria Taferl und in Melk, wo er die angesehene Position des Stiftorganisten übernahm. Einige Jahre nach seiner Übersiedlung in die Musikstadt Wien errang der eng mit Joseph Haydn befreundete Johann Georg Albrechtsberger den Titel des zweiten Hoforganisten und Chorregenten am dortigen Karmelitenkloster, 1791 stieg er sogar zum ersten Organisten auf. Im Jahre 1793 avancierte er dann zum Hofkapellmeister des Wiener Stephandoms, der derzeit höchsten Kirchenmusikerstelle, wo er bis zu seinem Tode angestellt blieb.
Als Komponist nahm Albrechtsberger insbesondere auf dem Gebiet der geistlichen Chormusik eine wichtige Stellung ein. Sein kirchenmusikalisches Werk umfasst unter anderem 35 Messen, daneben komponierte er jedoch auch zahlreiche Werke für Orchester, Kammerensembles und Soloinstrumente. Hohes Ansehen gewann der 1809 in Wien verstorbene Österreicher auch durch das Verfassen von musiktheoretischen Schriften über Tonsatz und Generalbass, was ihn seit 1750 zu einem beliebten und einflussreichen Lehrer machte. So unterrichtete Johann Georg Albrechtsberger neben Musikerpersönlichkeiten wie Carl Czerny, Ferdinand Ries und Johann Nepomuk Hummel nicht zuletzt auch den jungen Ludwig van Beethoven.
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