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[Klingende Elementarlehre]

Musikzeitschriften im Portrait: Musik & Bildung

Klingende Elementarlehre

Rhythmus, Halbtonschritte, Notenschlüssel und Stimmbildung aktiv lernen

von Peter Boch, aus: Musik & Bildung 2/2002

(ungefähr 6 Seiten)

Alle 120 SchülerInnen der fünften Klassen erhalten dreistündigen Musikunterricht; der Musikunterricht wird in allen Klassenstufen im vollen Umfang erteilt; etwa 140 SchülerInnen spielen ein Streichinstrument;1 drei Streichorchester und ein sinfonisch besetztes Orchester proben regelmäßig und geben Konzerte; eine Big-Band mit 40 Mitgliedern ist innerhalb von fünf Jahren entstanden; jährlich finden sechs bis sieben Konzerte mit eigenen Ensembles statt ... All das findet man am Gymnasium St. Michael in Ahlen, Westfalen. Die angesprochenen "Glanzlichter" sind in erster Linie das Ergebnis konsequenter Arbeit im Fach Musik eines ganz normalen Gymnasiums, in dem sich allerdings Musikunterricht und Arbeitsgemeinschaften in hohem Maße gegenseitig befruchten.

Im Folgenden soll an einigen Beispielen dargestellt werden, wie in der Klasse 52 die Grundlage für eine aufbauende Arbeit im Bereich der Elementarlehre geleistet werden kann. Die hier aus Gründen der Systematik nacheinander dargestellten Zusammenhänge laufen im Unterricht parallel und möglichst vielfältig miteinander verknüpft ab.

Grundschlag, Rhythmus, Takt - was ist was?

Wenn in einer Schule alle SchülerInnen in den ersten beiden Jahren Musikunterricht lernen, einfache Rhythmen von der Tafel abzulesen, indem sie diese gemeinsam Sprechen, wird die Erarbeitung neuer Stücke ungemein erleichtert.

Ablauf

Am Anfang steht das schlichte Vor- und Nachklatschen zwischen LehrerIn und SchülerInnen. Dabei ist ein ununterbrochenes Weiterlaufen des (gedachten) Metrums wichtig. Denn nur so bleibt die Konzentration der Gruppe erhalten. Eine Klasse ist in der Lage, erstaunlich vielfältige Rhythmen nachzuklatschen, wenn diese kurz sind.

Parallel dazu werden auch, ebenfalls nach dem Call-and-response-Prinzip, mit Silben gesprochene Rhythmen geübt (vgl. M 1, S. 25). Von Anfang an ist hier das klingende Metrum wichtig. Die Klasse schlägt mit zwei Fingern der rechten Hand in die linke Handfläche. Diese Aktion ist als Bewegung groß genug, um ein stabiles Tempo zu ermöglichen, der Klangeffekt ist leise genug, um problemlos dazu zu sprechen.

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