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[Ohne Moos nix los ...?!.]

Musikzeitschriften im Portrait: Musik in der Grundschule

Ohne Moos nix los ...?!.

ein Unterrichtserlebnis zum Thema "Werbung und Geld"

von Thomas Carl, aus: Musik in der Grundschule 1/2002

(ungefähr 5 Seiten)

Man gibt Geld aus, das man nicht hat, für Dinge, die man nicht braucht, um damit Leuten zu imponieren, die man nicht mag. (Walter Winchell)

Wir begegnen Werbung überall: auf Bahnhöfen, in Einkaufszentren, an Litfasssäulen und Plakatwänden, in Schaufenstern und als bunte Inszenierung auf den Straßen. Aber nicht nur außer Haus, auch in den Familien begegnen wir ihr, denn Zeitungen und Zeitschriften, Radio und Fernsehen sind ihre wichtigsten Träger. Wobei das Fernsehen im Mittelpunkt steht, besonders die privaten Anbieter, die sich und ihr Programm durch Werbung finanzieren. Werbung im Fernsehen ist ein von enormem Wachstum gekennzeichnetes Geschäft: Während deutsche Fernsehsender im Jahr 1987 1,6 Milliarden Mark an Werbeeinnahmen erreichten, waren es 1996 bereits 6,3 Milliarden Mark und im Jahr 2000 wurde schon fast die 10-Milliarden-Schwelle erreicht. Werbung macht die (Kinder-) Welt bunt; aber ist diese bunte Welt auch in Ordnung?

Werbung: fünf Fragen - fünf Antworten (1)

Der vor kurzem verstorbene Soziologe Dieter Baake umriss den Themenkomplex "Kinder - Werbung - Musik" mit fünf Fragen und Antworten, die natürlich auch individuell veränderbar sind. Sie dienen hier als Einführung.

Warum mögen viele Kinder Werbung eigentlich so gern?
Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene schätzen Werbung, wenn sie witzig und originell ist und für Waren wirbt, für die sie sich interessieren. Bei Kindern sind dies vor allem: Spielzeug aller Art, Süßigkeiten und Kleidung. Auch Kinder können schon unterscheiden. Sie mögen Werbung dann besonders gern, wenn ihnen das Produkt gefällt, die Werbung unterhaltend ist und "gute Sprüche" sowie Lieder anbietet, die sie zitieren und mitsingen können. Dann wird Werbung ein Stück ihrer Kinderkultur.

Warum sind Kinder für die Werbung überhaupt interessant?
Kinder verfügen schon im Grundschulalter über eigenes Taschengeld, und viele von ihnen haben sogar ein Bankkonto. Sie lernen schon früh, sich in der Warenwelt zu tummeln. Kinder fühlen sich in ihr wohl (genauso wie viele Erwachsene) und bekommen Anregungen dafür, was ihr Leben noch schöner, interessanter und abwechslungsreicher machen könnte. Auch Kinder sind heute Konsumenten mit eigenen Vorstellungen und Wünschen.

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